Editoren für das Terminal
Für bestimmte Aufgaben bevorzugen manche Leute Texteditoren, die im Terminal laufen. Unter Umständen ist man darauf sogar angewiesen, beispielsweise wenn keine grafische Umgebung vorhanden ist, wie bei vielen Server-Systemen, oder wenn die grafische Umgebung beispielsweise aufgrund eines Fehlers vorübergehend nicht verfügbar ist. Dann können mit Terminal-Editoren gegebenenfalls entsprechende Konfigurationsdateien geändert und so Fehler wieder behoben werden. Die Bedienung dieser Kategorie von Editoren erfolgt in der Regel über Tastaturbefehle (key bindings) und nicht über Menüoptionen wie bei grafischen Editoren. Dies sowie unterschiedliche Betriebsmodi führen dazu, dass diese Editoren weniger intuitiv zu bedienen sind als grafische Editoren und somit mehr Einarbeitungszeit benötigen.
Der Dateimanager Midnight Commander bringt einen eingebauten Texteditor mit.
Datenströme können mit dem vorinstallierten sed bearbeitet werden.
GNU Nano
Der Editor Nano ist in Linux Mint vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install nano
Installation per apturl
Anschließend kann das Programm mit dem Befehl nano gestartet werden.
Die Oberfläche ist in deutscher Sprache.
Micro
Der Editor Micro gilt als Verbesserung des Editors Nano und ist in Linux Mint nicht vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install micro
Installation per apturl
Anschließend kann das Programm mit dem Befehl micro gestartet werden.
Vim
Der Editor Vim ist in Linux Mint nicht vorinstalliert. Außerdem existiert eine grafische Oberfläche für Vim.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install vim vim-gtk3
Installation per apturl
Der Editor kann im Terminal mit dem Befehl vim gestartet werden. Die grafische Oberfläche steht unter ► Zubehör ► GVim zur Verfügung. Die Oberfläche ist in beiden Fällen in deutscher Sprache.
Mit dem Befehl vi kann Vim im vi-Modus gestartet werden.
Mit dem Befehl ex kann Vim im ex-Modus gestartet werden.
Neovim
Installationen, die nicht über die offiziellen Paketquellen erfolgen, stellen unter Umständen ein Sicherheitsrisiko für den verwendeten Rechner dar. ► Weitere Informationen
Der Editor Neovim baut auf Vim auf und ist in Linux Mint nicht vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install neovim neovim-qt
Installation per apturl
Installation als Flatpak: (Version 0.10.1)
flatpak install flathub io.neovim.nvim
Download flatpakref Flathub
Der Editor kann im Terminal mit dem Befehl nvim gestartet werden. Es existiert aber auch eine grafische Oberfläche, die unter ► Zubehör ► Neovim-Qt zur Verfügung steht. Die Oberfläche ist in beiden Fällen in deutscher Sprache.
ed
Der etwas archaisch anmutende, zeilenorientierte Editor ed (die „Mutter“ aller Unix-Editoren) ist in Linux Mint vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install ed
Installation per apturl
Anschließend kann das Programm mit dem Befehl ed gestartet werden.
GNU Emacs
Der Editor Emacs ist in Linux Mint nicht vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install emacs
Installation per apturl
Der Editor kann im Terminal mit dem Befehl emacs -nw gestartet werden. Es existiert aber auch eine grafische Oberfläche, die unter ► Entwicklung ► Emacs (GUI) zur Verfügung steht. Die Oberfläche ist in beiden Fällen in englischer Sprache.
Tilde
Tilde ist ein zeichenorientierter Editor, der nicht standardmäßig in Linux Mint vorinstalliert ist.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install tilde
Installation per apturl
Der Editor kann über das Terminal mit dem Befehl tilde gestartet werden.
Helix
Installationen, die nicht über die offiziellen Paketquellen erfolgen, stellen unter Umständen ein Sicherheitsrisiko für den verwendeten Rechner dar. ► Weitere Informationen
Helix ist in Linux Mint weder vorinstalliert noch in den offiziellen Paketquellen verfügbar.
Installation als Flatpak:
flatpak install flathub com.helix_editor.Helix
Download flatpakref Flathub
Nach der Installation kann das Programm über ► Zubehör ► Helix gestartet werden.
dte
Der Editor dte ist in Linux Mint nicht vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install dte
Installation per apturl
Der Editor kann im Terminal mit dem Befehl dte gestartet werden.
Joe’s Own Editor
Joe’s Own Editor (JOE) ist ein Hybrid aus grafischer und textbasierter Oberfläche. Das heißt, er lässt sich wie ein Terminal-Editor bedienen, es stehen aber eine Reihe von Werkzeugen über Menü-Optionen zur Verfügung. Mit ihm lassen sich die Editoren Emacs, Nano, Pico und WordStar emulieren. Er ist in Linux Mint nicht vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install joe
Installation per apturl
Nach der Installation kann das Programm über ► Entwicklung ► Joe's Own Editor gestartet werden.
jupp
jupp ist ein Fork von JOE mit erweiterten Funktionen. Er ist in Linux Mint nicht vorinstalliert.
Installation aus den offiziellen Paketquellen:
sudo apt-get install jupp
Installation per apturl
Das Programm ist dann unter ► Entwicklung ► jupp, the Editor which sucks less zu finden, kann aber auch mit dem Befehl jupp gestartet werden.
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